Der Winter liegt in der Luft!

Ein Blick aus dem Fenster sagt mir: die Zeit der Buschenschänken, in denen man sich eben noch zu einer rustikalen Jause einen reschen Welschriesling oder einen fruchtig-frischen Gelben Muskateller hat schmecken lassen, neigt sich dem Ende zu. Der gefallene Schnee bleibt zwar noch nicht liegen, dafür liegt der Winter eindeutig in der Luft! Für meinen Geschmack dürfen die Weißweine jetzt schon mal etwas mehr Fülle, Cremigkeit und Vielschichtigkeit auf die Waage bringen, sollten auch neben einem kräftigeren Essen bestehen können, Gemütlichkeit versprühen statt zu erfrischen. Zu viel verlangt?

Chardonnay Reserva


Als echter Glücksgriff gegen Schlechtwetterstimmung erweist sich da der „Chardonnay-Reserva 2011“ vom Weingut Apaltagua im chilenischen Casablanca Valley. Zwar im Edelstahltank ausgebaut, verleiht ihm die darauf folgende 6-monatige Reifung auf der Hefe einen dichten Körper mit cremiger Textur und Aromen von Biskuit, Vanille und Haselnüssen. Am Gaumen kommt aber auch eine schöne tropische Fruchtigkeit durch, dazu eine herbe Note von Orangenzesten und ein recht zupackendes Säuregerüst. Der Alkohol ist mit 14% kräftig aber nicht störend, der Abgang lang und dynamisch. Sonne im Glas!

Man kann, muss aber nicht unbedingt nach Übersee greifen, soll mal ein kräftigerer Weißer ins Glas. Österreichische Vertreter dieser Stilistik finden sich unter den in Barrique ausgebauten weißen Lagenweinen, z.B. dem „Chardonnay Grubthal“ vom Weingut Muster.gamlitz oder der Reserve-Kategorie der niederösterreichischen DACs und den Smaragd-Weinen der Wachau. Doch dazu ein andermal mehr.

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Kategorie: Allgemein, Ausgetrunken Kommentieren »


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