Katzen und Wein

Ein freier Freitag Abend, sonst eher eine Seltenheit in meinem Beruf, ist mir diese Woche vom Himmel gefallen. Was fängt man nun damit an? Die momentane Wetterlage nimmt mir die Entscheidung, raus zu gehen oder es sich doch lieber zuhause bequem zu machen, ab – Kamin, Katze, ein guter Film und ein Lieblingswein müssen her! Realistisch betrachtet werde ich mir den Kamin nicht herzaubern können. Mit der Katze sieht die Sache anders aus:


Und wer braucht denn schon einen Kamin, wenn er eines dieser Fellknäuel zuhause hat, die ihre Wärme auf fast verschwenderische Art und Weise an ihre nähere Umgebung abgeben, in dem Fall mich :-). Überhaupt sind Katzen und Wein Themen, die wunderbar miteinander harmonieren. Wenn nicht gerade in Spiellaune, hungrig oder was sie sonst noch mit ihren 500 Arten von „ Miaus“ ausdrücken will, ist die Katze das beste Mittel gegen Wehwehchen, Winterdepressionen – keine Alltagssorgen sind so groß, als dass sie nicht, wenigstens für eine Weile, in den Untiefen der Katzenaugen ertränkt werden könnten, keine Kälte durchdringender, als dass sie nicht von der Wärme der Katze vertrieben werden könnte und schließlich keine Alltagsgeräusche so laut, als dass sie nicht vom Schnurren des liebsten Schmusetigers übertönt würden. Sie bewegen sich auf Samtpfoten und fordern das auch von ihren Menschen – das ist Entschläunigung pur. Ein Glas guten Wein rundet das ganze Vorhaben ab, ein entspannter Abend ist garantiert.

Heute wird es ein Niederösterreicher werden: Grassl „Rubin Carnuntum“ 2010:

Eine rote Cuvée mit dominierendem Zweigelt aus Niederösterreich – genauer dem Weinbaugebiet Carnuntum, östlich von Wien. Von dem 2009er Jahrgang war ich so angetan, dass ich mir gleich eine Kiste des 2010er gesichert habe, auch um zu sehen wie er altern wird. Nur die besten Tropfen dieser Gegend, aus dem Zweigelt oder Blaufränkisch vinifiziert, dürfen die Bezeichnung Rubin Carnuntum tragen. Und tief rubinfarben mit violetten Reflexen leuchtet es aus dem Glas – gefolgt von der Süße von Dörrzwetschken, blauen Beeren und erdigen, würzigen Aromen, die sich am Gaumen sehr ausgewogen präsentieren und im Abgang etwas an Zartbitterschokolade erinnern. Der Wein hat jetzt schon einen vollen Körper und feste Tannine, die mit der Zeit eventuell etwas feiner werden, man wird sehen. Eigentlich gehört eine ordentliche Rindsroulade oder ein feiner Braten dazu – aber dazu ein andermal – mein lebendiges, schnurrendes Wärmekissen wartet schon auf mich!

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Kategorie: Allgemein, Ausgetrunken Kommentieren »


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